Backlinks für guten Content

oder: Wie schreibe ich guten Content, der auch verlinkt wird?
Auf blogprofis.de wurde neulich ein schöner Beitrag rund um das Thema Links durch guten Content veröffentlicht, der mich auch mal wieder zum Bloggen inspiriert hat. Organische Links zu bekommen ist der Traum vieler Website-Betreiber und nicht zuletzt vieler SEOs. Doch bekommt man durch bloßes Schreiben guter Inhalte tatsächlich auch die wertvollen Backlinks? Hier ein paar Gedanken dazu:

Linkaufbau bleibt nach wie vor essentiell
Gänzlich ohne anfänglichen Linkaufbau wird es zunächst einmal kaum gelingen, die nötige Aufmerksamkeit der Leser zu bekommen, die einen auch potenziell verlinken können. Um organische Links zu bekommen ist also ein gewisser Bekanntheitsgrad eines Blogs notwendig. Schnelle und “virale” Verbreitungsmöglichkeiten gerade für neue Projekte bietet etwa Facebook: es ist wirklich phantastisch, wie schnell man hunderte Leser bekommen kann, wenn man die Facebook-Timeline richtig einsetzt und dabei die richtigen Leute hat, die das Ganze auch sharen / teilen.

Neben Facebook gibt es noch Blogverzeichnisse wie bloggerei oder blogPingr, die einem neue Leser bringen oder auch Newsportale wie webnews; oder auch den nach wie vor beliebten Zwitscherdienst Twitter, der schnell für ein paar mehr Besucher sorgen kann (passende Hashtags verwenden!).

Aktueller Content wird häufiger verlinkt
Wer nun schon ein paar Leser und Backlinks gesammelt hat, der kann den Fokus mehr auf qualitativ hochwertigen Inhalt legen. Das liest sich einfacher, als es ist. Ich persönlich finde es anstrengend, mich auf jede neue Sau zu stürzen, die gerade durchs virtuelle Dorf getrieben wird; denn das machen unzählige Blogger zu allen erdenklichen Themen ohnehin schon.

Wer es schafft, aktuelle Themen aufzugreifen, über die bisher kaum berichtet wird, ist klar im Vorteil. Ein Beispiel: wenn ich einen TV-Serien-Blog betreibe und über X Factor oder DSDS blogge, dann sollte ich etwa meinen Artikel mit den neuesten Entwicklungen gleich nach dem Ende einer Show veröffentlichen; ist der Beitrag schnell im Google Index, erhält auch mehr Besucher, da man zu den einschlägigen Suchbegriffen auch weiter oben landet.

Blogge ich erst ein paar Stunden oder gar Tage nach einer solchen Show, dann wird es schwierig, in die Top 10 der SERPs (search engine result pages=Suchergebnisseiten) zu kommen – und nur die zählen. Oder schaut Ihr Euch die zweite Seite bei Google & Co. an?

Textlänge ist ebenfalls entscheidend
Auf seomoz.org bin ich einmal auf einen schönen Artikel gestoßen, der auch die Länge von virtuellen Beiträgen auf Verlinkungen hin analysiert hat. Das Ergebnis lautete in etwa: wer Blogartikel mit einer Länge von 1000-2000 Wörtern schreibt, der wird um einiges öfter verlinkt, als wenn er dauernd nur 300 Wörter starke Beiträge verfasst, die vor Keywords nur so wuchern.
Daher kann es manchmal sinnvoller sein, einen großen Beitrag zu schreiben als drei kleinere, die nicht verlinkt werden.

Einen echten Klassiker / Evergreen schreiben
Mann muss jedoch nicht immer auf die heißesten News stürzen und seinen Senf dazu abgeben; zeitlos interessante Themen können ebenso gut aufbereitet werden und auch immer noch die nötige Aufmerksamkeit und vor allem Linkbereitschaft hervorrufen, um an die ersehnten Links zu kommen. So ist etwa ein Artikel zum Thema Linkaufbau von Sasa Ebach meiner Meinung nach ein wirklich informativer Beitrag in Sachen Backlinks, weshalb er an dieser Stelle von mir gerne noch einmal verlinkt wird:)

Doch 1000 Wörter aufwärts sind eine Menge Holz und kosten einiges an Zeit. Wenn ich derartige Artikel schreibe, dann fallen schon mal 4-5 Stunden Recherchieren, Schreiben, Revidieren, Verlinken (auch die externe Verlinkung kann einiges bringen; Stichwort: Trackbacks!) an. Wer eine(n) tolle(n) Texter(in) hat und diese Arbeit günstig auslagern kann, ist wieder klar im Vorteil. Doch die nötige Expertise für den eigenen Blog wird in den meisten Fällen im Zweifelsfall nur der Blogbetreiber selbst aufbringen können.

Regelmäßig Content liefern!
Wer (so wie ich) nur hin und wieder einen Beitrag schreibt, der wird es schwer haben, an organische Links zu kommen, da oftmals zu wenig Stammleser und damit Blogger existieren, die den geschriebenen Beitrag wiederum (aktuell) verlinken können. Wer durch regelmäßiges Bloggen, d.h. durch ca. 3-4 Beiträge pro Woche seine Leserschaft kontinuierlich ausbaut, der steigert die Wahrscheinlichkeit, einen Backlink zu erhalten.

Doch auch hier sollte unbedingt auf die Qualität der Blogartikel geachtet werden: es gibt kaum etwas Schlimmeres, als umgeschriebene Inhalte, die schon unzählige Male vervielfältigt wurden; es muss nicht immer das Rad neu erfunden werden, doch sollten zumindestens immer auch neue Ansätze und Ideen gebracht werden, die den Beitrag lesenswert machen.

Eine Community aufbauen und pflegen
Wer gleichgesinnte Blogger findet, der sollte auch ihren Feed abonnieren und an passenden Stellen Spuren hinterlassen, i.e. unter lesenswerten Beiträgen weiterführende Kommentare hinterlassen. Das Blogportal blog.de etwa lebt vor allem auch durch den starken Community-Charakter, wobei sich die Mitglieder gerne mal verlinken.

Doch auch außerhalb großer Plattformen kann man es schaffen, sich anderen Bloggern anzuschließen und sogar seine eigene kleine Community aufbauen. Hier zahlen sich ebenfalls wieder Aktualität und Fachwissen aus: wer sich in seinem Wissensbereich einen Namen gemacht hat, wird gerne öfter zitiert – so wie es in der Wissenschaft auch oft der Fall ist.

Besseren Content liefern als andere
All diese angeführten Punkte führen letztlich zu dem Schluss, dass man auf verschiedensten Ebenen einfach besser sein muss als andere Publisher: dies kann etwa dadurch erreicht werden, dass die sogenannten W-Fragen noch besser und ausführlicher beantwortet werden: Wer hat wann was gesagt, und warum ist welcher Sachverhalt so, wie beschrieben? Seriös ist es dann immer auch, die jeweiligen Quellen mit anzugeben und ggf. zu verlinken.

Aussagekräftige Bilder, Grafiken und Videos können geschriebenen Text hilfreich ergänzen und lockern den Content in jedem Fall für den Leser auf und machen es einfacher, die Inhalte auch besser zu verstehen. Hilfreich ist oftmals auch eine für Bildschirme geeignetere Formatierung von Text: besser mehrere, kurze Absätze mit aussagekräftigen Überschriften verwenden, als einen Block von 1000 Wörtern und Pause.

Fazit:
Aus eigener, mittlerweile mehrjähriger Erfahrung weiß ich, dass durch viel Fleiß und guten Content Backlinks aufgebaut werden können; doch erheblich leichter ist es dabei, diesen “Linkgebungsprozess” zu beschleunigen, indem man aktiven Linkaufbau betreibt. Gute Inhalte sind das Eine; doch mit konstantem Internet Marketing bzw. durch eine nachhaltige Linkakquise schafft man es eher, dem geschriebenen Content auch die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Tipp: Wer derzeit bei bloggerunited.de vorbei schaut, der kann gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: dort kann man sich nicht nur einer aktiven Blogger-Community anschließen, sondern auch einen schönen Bannerplatz bzw. Blogroll-Link für das eigene Projekt abstauben und generell neue Leser für den eigenen Blog gewinnen.



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4 Responses to Backlinks für guten Content

  1. JostyknowsbestNo Gravatar 23. November 2011 at 17:02 #

    Deine Marketing Artikel motivieren mich immer wieder 🙂

    Backlinks bekommt man auch wenn man Gastartikel schreibt 😉

  2. JohnNo Gravatar 24. November 2011 at 09:03 #

    Hi Josty,

    finde ich gut, dass Dich meine spärlichen Ausführungen in Sachen Internet Marketing motivieren;) Und Dein Gastartikel kommt auf jeden Fall noch – ist schon längst angelegt!

  3. Seaberg PRNo Gravatar 24. November 2011 at 22:38 #

    Na ja, im Grunde schreibt das jeder immer mal wieder, aber machen…Content-Produktion ist leider schlicht eine Frage des Zeitaufwands, und der macht sich kurzfristig eben nicht bezahlt. DAS ist das Problem dabei. Ansonsten würde ich mich gerne täglich nur damit beschäftigen, Content für meine Seite zu bauen.

  4. JohnNo Gravatar 25. November 2011 at 09:27 #

    Ja, da ist was Wahres dran. Doch guter Content macht sich langfristig eben bezahlt, und ich denke, dass auch die Suchmaschinenbetreiber langfristig ihren Algorithmus anpassen können, um die inhaltlich besseren Webseiten am besten zu ranken – und wenn das auch mit Hilfe der User passiert

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