Macht Bloggen Sinn? [2]

…Bloggen ist Balsam für die Seele (ich hoffe inständig, dass auf diesen Link im ersten Beitrag dieser Reihe auch ausgiebig geklickt wurde; der Artikel von Ruprecht Frieling ist – obzwar schon etwas älter – zeitlos und überaus lesenswert. Ich habe mal in irgendeinem Buch über Suchmaschinenmarketing gelesen, dass die Klickrate auf Textlinks im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen soll, was ich in diesem Fall außerordentlich bedauerlich fände).

Bloggen ist Kommunizieren

Bloggen ist Entdecken und Kommunizieren, das Austauschen von Ideen und Gedanken. Es ist vielleicht eine der ersten Formen der Kommunikation in der modernen Informationsgesellschaft, die diese auch wirklich bereichert hat. Beim Handy und dem Aufkommen des Short Message Servic (SMS) bin ich mir sicher, dass es der Kommunikation eher abträglich war/ist. Wieviele sinnlose (unsinnvolle) SMS [was ist eigentlich die „richtige“ Bezeichnung für so eine digitale Botschaft oder gar der Plural?!] in der Weltgeschichte rumgeschickt werden – es müssen täglich Millionen sein. Handys [hier müsste der Plural ja und für sich eher „Handies“ lauten, würde es dieses Wort tatsächlich auch im Englischen geben, doch eingebürgert hat sich wohl diese Variante] werden oft dazu eingesetzt, um einmal abgemachte Termine (Zeitversprechungen) zu brechen, was vielleicht früher bei mündlichen Verabredungen noch nicht so oft der Fall war [„Früher,…“ – jaja, ich weiß].

In Blogs werden Meinungen ausgetauscht

Die E-Mail kommt eher einem zeitversetzten Dialog gleich. Doch beim Bloggen sind es mehr Menschen, die involviert sind, und das ist das Innovative: das Gemeinschaftliche (bei mir fängt die Zählung von Gemeinschaften bei drei Personen an). Dabei steht es den Lesern völlig offen, ob sie sich bemerkbar machen wollen und am Blogdiskurs teilnehmen, indem sie kommentieren oder nicht. Doch nicht selten entstehen regelrechte Diskussionen, und es erfolgt ein Meinungsaustausch, der in dieser Form in anderen Medien nur schwerlich zu finden ist:

Blogger, die ihren Blog nicht (ausschließlich) aus Spamgründen betreiben, schreiben oft über Themen, die sie wirklich beschäftigen. Und das dann auch fundiert. Sollten sich mit der Zeit regelmäßige Leser des Blogs gefunden haben – und diese werden früher oder später auf die Inhalte aufmerksam, wenn sie denn mit der nötigen Leidenschaft geschrieben sind – werden auch diese ernsthaft mitdiskutieren und ihre Meinungen publizieren. Dass in den meisten Blogs „auch nur rumgeflamed“ wird, wie es so manch einer behauptet, ist eine unhaltbare Behauptung und zeugt bestenfalls von offenbarer Unkenntnis der Materie.

Bloggen macht sexy

Zum Schluss noch ein kleiner Eye-Catcher, damit die Leserschaft auch am Ball bleibt, und nicht aus Langeweile über bisher Gebloggtes auf „Zurück“ klickt oder wahlweise sogar auf das kleine X in der rechten oberen Ecke. Warum Bloggen nun sexy ist, muss der geneigte Leser nun selbst herausfinden. Ich kann mich nur grob an meine erste Lektüre dieses Artikels erinnern und weiß nur, dass er ebenfalls durchaus aufschlussreich ist (man beachte auch die poppige und zeitgemäße Sprache!). Über den Inhalt wird dann im nächsten Teil gebloggt;)

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8 Responses to Macht Bloggen Sinn? [2]

  1. darkiNo Gravatar 24. Februar 2010 at 09:01 #

    Ich kann dir in allem nur Recht geben. Allerdings habe ich in einer früheren Zeit auch mal ein Forum betrieben. Wo es auch wunderbar möglich ist, zu kommunizieren.

    MfG
    darki

  2. ThomasNo Gravatar 24. Februar 2010 at 14:35 #

    Bereits Dein erster Beitrag zu diesem Thema war sehr gut geschrieben. Ich konnte darin viele meiner Worte wieder finden und sogra noch darüber hinaus gute Argumente für das Bloggen. Mit diesem zweiten Teil ist es nicht anders!

    Vorallem der Abschnitt Bloggen ist Kommunizieren ist eine sehr guter Spiegel unserer Zeit wie ich finde.

    Ob nun bloggen sexy macht kann ich nicht beurteilen. Hier gilt sicherlich die Abwägung zwischen Männlein und Weiblein einerseits und der hintergründigen Absicht des Bloggers andererseits. Darüber alleine solte sich aber niemand den Kopf zerbrechen – und einfach weitermachen 😉 .

  3. JostyNo Gravatar 24. Februar 2010 at 17:11 #

    Klammern sind toll beim Schreiben, aber zum lesen grausam 😉

  4. gentle.rockerNo Gravatar 24. Februar 2010 at 21:34 #

    @darki: Foren sind mir irgendwie zu unpersönlich und da ist mir das „geflame“ auch manchmal wirklich zu viel. Aber immer noch besser als nur über Twitter oder Facebook-Status-Updates am Web 2.0 teilzunehmen.

    @Thomas: vielen Dank. Ich finde das Thema Kommunikation recht wichtig, und finde es erstaunlich, wie sehr Menschen aneinander vorbei reden können oder sogar wollen. Beim Bloggen habe ich anfangs auch eher so eine Art SMS-Style gepflegt und mich nicht ernsthaft darauf eingelassen; aber mittlerweile nehme ich mir Zeit und denke auch mal etwas mehr über das nach, was ich schreibe. Sexy hin oder her, es bereichert auf jeden Fall!

    @Josty: das habe ich beim Verfassen dieser Zeilen auch festgestellt, aber manchmal mag ich es einfach, die Leser zu quälen; da kann man nicht einfach mal flüchtig einfach drüber lesen, sondern muss sich Zeit nehmen und etwas nachdenken. Deswegen habe ich das auch so umständlich geschrieben;)

  5. Alex L.No Gravatar 25. Februar 2010 at 00:36 #

    Hallo,
    ich denke, dass man dem Bloggen selbst den Sinn gibt, jeder aus seinem eigenen Bedarf heraus. Der Eine bloggt Privates, der Andere Berufliches oder auch in Kombination.

    Ich finde, dass man in den vielen Facetten der Kommunikation das Blog mit keinem anderen Projekt im Web vergleichen kann. Ein Blog kann nichts ersetzen, kein um ein Vielfaches schneller wachsender Stream einer Timeline oder eine Community.

    Ein Blog bleibt etwas Besonderes. Daran wird sich nichts ändern;-)

  6. gentle.rockerNo Gravatar 25. Februar 2010 at 01:11 #

    Hi Alex,
    dem kann ich fast uneingeschränkt beipflichten. Ein vielleicht auch wichtiger Aspekt bei dem Ganzen ist, dass man als Blog-Autor diese Kommunikation auch gewissermaßen steuern kann, was ich persönlich auch sehr vorteilhaft finde. Man muss nicht zwangsläufig an der hektischen Informationsaufnahme und -verbreitung teilnehmen (wie es etwsa beim Twittern der Fall ist), sondern kann es auch rückblickend Geschehens etwas distanzierter verarbeiten und den Stream etwas entschleunigen;)

  7. JostyNo Gravatar 26. Februar 2010 at 16:39 #

    Ich gebs ja zu ich wollte einfach mal was gemeines schreiben, weil du ja neulich deine Zugriffszahlen online gestellt hast – genauso viele wie ich und dann bekommst du ewig viele Kommentare mit mehr Inhalt also visit my sexpage ^^

    Ja ich bin neidisch =)

  8. gentle.rockerNo Gravatar 27. Februar 2010 at 00:09 #

    Hehe, verstehe;)

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