Meine ersten Schritte in der philippinischen SEO-Welt

Nun bin ich seit knapp fünf Wochen hier auf den Philippinen und konnte nach einigem Hin und Her endlich eine einigermaßen brauchbare DSL-Leitung in unserem Domizil organisieren: angeblich handelt es sich dabei um eine 2 Mbit/s – Verbindung; doch meine Hand würde ich für die Stimmigkeit dieser Angabe nicht gerade ins Feuer legen…wie dem auch sei: nun kann es mit SEO-Action und Online Marketing so richtig losgehen. Oder?

Wie schon im letzten Post erwähnt, ticken die Uhren hier auf den 7107 Inseln nicht nur anders, sondern auch die SEO-Welt, die weitgehend wohl noch nicht einmal vorhanden ist. Wenn man z.B. das externe Keyword-Tool von Google bemüht, dann erhält man bisweilen recht abenteuerliche bis unglaubwürdige Ergebnisse; doch offenbar gestaltet sich das Surfverhalten der Filipinos tatsächlich sehr anders als es etwa in deutschen Gefilden der Fall sein mag.

Das Userverhalten im philippinischen Internet

Das Surfverhalten der Filipinos muss ich erst noch eingehend studieren. Hier: Skimm-Boarder nähe Mati City.

Vieles läuft über Portale wie http://sulit.ph/, die gewissermaßen mit den Kleinanzeigen bei Quoka.de und ähnlichen Websites verglichen werden könnten; über Google & Co. werden deutlich weniger Verkäufe in die Wege geleitet als in anderen Ländern.

Doch um ein besseres “Feeling” für die philippinische Online-Welt zu bekommen, habe ich mir erst einmal ein Hostingpaket auf http://solidhosting.ph/ organisiert, das mir vom Preis-Leistungs-Verhältnis her als durchaus passend schien, und auf welchem ich eine weitere Domain im Reisebereich projektieren werden.

Da ich auf Tools wie die von Sistrix hier weitgehend verzichten muss, erfolgt die Optimierung dann vorwiegend über Google Analytics und dergleichen. Es wird sich dann mit der Zeit zeigen, ob man hier auch mit philippinischen Projekten genügend Umsatz erzielen kann oder ob es dann nicht doch sinnvoller ist, mit den Möglichkeiten vor Ort auch auf den gesamtem englischsprachigen Markt bzw. vor allem amerikanischen Markt abzuzielen:

die jungen Leute hier sprechen ja weitgehend fließend englisch und sind zudem “von Haus aus” sehr US-affin (schließlich wollten die Amis ja einmal einen weiteren Bundesstaat aus dem Inselkonglomerat machen und konnten während der Kolonialzeit so ziemlich allen Filipinos die Sehnsucht nach dem “American way of life” einpflanzen); dies könnte man sich ja zunutze machen und ein Teams aus Einheimischen bilden, das in Sachen Online Marketing wiss- und arbeitsbegierig ist…

Doch das ist alles noch Zukunftsmusik, und es wird sicher ein paar Wochen bzw. Monate dauern, bis ich mir hier ein einigermaßen zuverlässiges Netzwerk aufgebaut habe. Ich kenne schon ein paar Leute, die in Sachen Internet unterwegs sind, aber ein Lied von ausfallenden Servern, Stromausfällen und fehlender Arbeitsmoral singen können – kein optimales Umfeld also, um in der Online-Welt schnell Fuß fassen zu können.

Ich werde aber auf jeden Fall am Ball bleiben und dann von meinen (Miss-)Erfolgen berichten. Mit der nötigen Disziplin und Ausdauer sollte es auch hier möglich sein, ein paar schöne Projekte auf die Beine zu stellen:D

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13 Responses to Meine ersten Schritte in der philippinischen SEO-Welt

  1. Sebastian MNo Gravatar 6. Mai 2013 at 16:25 #

    hm, 2 Mbit, ist schon bitter, ist aussicht auf mehr? ;)

  2. KevinNo Gravatar 13. Mai 2013 at 23:14 #

    Super Bericht und BILD :)

  3. AndersreisenderNo Gravatar 26. Mai 2013 at 20:37 #

    Das hört sich ja nach einer völlig anderen Welt an. Ich denke, da lohnt es den Einheimischen im Internet-Café einmal genauer über die Schultern zu schauen. So erfährt man dann hoffentlich wie das Surfverhalten (nicht nur das der Skimm-Boarder) so ist.

    Bin gespannt, was Du so in nächster Zeit berichtest. Drücke Dir die Daumen, dass alles klappt. :-)

  4. StefanNo Gravatar 27. Mai 2013 at 12:00 #

    Klingt aber schon ein bisschen so, als ob der Markt noch nicht wirklich erschlossen ist. Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg und gutes Wetter ;)

  5. JoeNo Gravatar 30. Mai 2013 at 14:42 #

    Spannende Geschichte die Du da vor hast. Ich kann mir schon vorstellen, das dort andere Gesetze im Netz gültig sind. Ich habe Deinen Blog über den Dofollow Vlog von Martin gefunden. Ich bin gespannt wie es bei Dir weitergeht und werde auf jeden Fall regelmäßig hier im Blog borbeischauen. Wenn Du mal Hilfe aus good old germany brauchst, mail mich ruhig an.

    Viele Grüße
    Joe

  6. hscmNo Gravatar 2. Juni 2013 at 20:54 #

    Das hört sich doch auf der anderen Seite sehr positiv an. Wenn das noch Neuland ist, dann kannst Du ja mit Deinen Erfahrungen da wirklich schnell vorankommen. Ich würde das an Deiner Stelle versuchen positiv umzusetzen.

  7. tomNo Gravatar 15. Juni 2013 at 17:49 #

    Da hast du dir echt einiges aufgeladen. Seo technisch bist du wohl eher eine Art Columbus.^^ Bin mal gespannt was da so alles ans Tageslicht kommt. :)

  8. HeinerNo Gravatar 21. Juni 2013 at 09:34 #

    Hhm.. 2 MB, selbst hier in Portugal gibts ausserhalb der ganz grossen Städte nicht viel mehr. Ich wäre schon glücklich, wenn ich 1 MB hätte.

  9. TobiDNo Gravatar 27. Juni 2013 at 21:01 #

    “Mit der nötigen Disziplin und Ausdauer…”
    Gerade das ist deine Stärke denke ich. Wir deutschen haben so ein durchgeplantes Arbeiten und sind bei der Arbeit sehr diszipliniert. Ich denke, dass das deine größte Stärke ist und dir einen klaren Vorteil verschaffen kann.

  10. VeddoNo Gravatar 3. Juli 2013 at 02:08 #

    Tobi aber genau das macht ” uns” verrückt habe ein halbes jahr im Ausland gearbeitet … Termine werden gemacht aber keiner hällt sich dran usw da wartet man dann 3 stunden in einem kaffee… man muss lockerer werden dann klapp das. Dann kann man Qualität ohne stress abliefern. Viel glück von meiner seite aus

  11. HundetrainerNo Gravatar 8. Juli 2013 at 13:31 #

    Hallo John,

    ich bin gerade zufällig durch Google auf deinen Blog gespült worden. Ich bin total begeistert was du da treibst ;-)… Daumen hoch und viel Erfolg! Ich werde am Ball bleiben und freue mich wieder von dir lesen zu dürfen.
    LG
    Stefanie

  12. TobiDNo Gravatar 10. Juli 2013 at 11:14 #

    @Veddo
    Das glaub ich schon. Ich meinte auch mehr in den Arbeiten, die man selbst erledigt. Dass man sich bei Kollegen oder Partnern etwas entspannen muss, ist mir schon klar. Die nehmen das manchmal nicht so ernst glaub ich. Oder sehen es zumindest lockerer. Das wird man dann wohl mit Gelassenheit hinnehmen müssen. Aber ich glaube, dass das für uns Deutsche einfach unverständlich ist.

  13. MelinaNo Gravatar 30. September 2013 at 23:53 #

    Wie gerne wäre ich jetzt auch da :-( Die Mentalität ist eine ganz andere, das könnt ihr nicht vergleichen. Ich habe 1 Jahr in Asien verbracht…das war mit die beste Zeit meines Lebens.

    Viele Grüße

    Melina

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