Usain Bolt – der Superstar der Leichtathletik WM 2009
25. August 2009
Die Leichtathletik WM 2009 ist vorbei, und ich habe es dieses Jahr kein einziges Mal geschafft, “live” am Fernseher dabei zu sein. Ein Trauerspiel. Ich kenne Leute, die keine einzige Sportsendung auslassen – vor allem wenn es um Fußball geht. Und eben auch um die Leichtathletik WM.
Ich konnte es noch nie so richtig nachvollziehen, wieso viele lieber beim Sport zusehen, als ihn selber zu treiben. Ist virtueller / fiktiver Sport genauso befriedigend wie selbst vollzogener? Ich kann es mir kaum vorstellen. Jedenfalls ist ein neuer großer Name am strahlenden Sportlerhimmel erschienen: Usain Bolt. Der ist die 100 m schneller gelaufen, als alle anderen zuvor.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es irgend wann einen geben wird, der noch schneller gelaufen ist, als Usain Bolt und alle anderen vor ihm. Die Leichtathletik WM strotzte – ähnlich wie es auch bei anderen Ereignissen der Fall ist – geradezu vor Superlativen. Es geht immer noch höher, schneller und weiter – genauso wie in der Wirtschaft. Ich bin ja gespannt, wie lange es so weiter gehen kann.
Die alten Römer hatten auch schon Brot und Spiele. Wir haben viel Brot und viele Spiele. Manche Leute behaupten, dass sich Kriege einfach auf nationale Sportkämpfe verlagert haben. Könnte sein. Aber selbst dann interessiert mich Sport im Fernsehen kaum, und nationale Rivalitäten schon mal gar nicht. Das ist für mich einfach nur antiquiert.
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