Wozu Wissenschaftstheorie?
24. Juni 2009
Gerade ist Mittagspause zwischen zwei Doppelstunden über Wissenschaftstheorie. Manche würden an dieser Stelle jetzt fragen, wozu denn Wissenschaftstheorie denn gut sei? Zunächst einmal sollte man klären, was das überhaupt genau ist. Mit einfachen Worten bezeichnet die WT eine Wissenschaft über Wissenschaften und ist somit eine sogenannte Meta-Wissenschaft (“meta” aus dem Griechischen könnte man hier etwa mit “über” oder vielleicht auch “über etwas hinaus gehend” übersetzen.
Es wird also über Wissenschaften philosophiert, sie werden kritisch unter die Lupe genommen. Dabei ist es wirklich interessant zu sehen, dass auch die Wissenschaften, die Menschen entwickelt haben, nur Konstrukte und Systeme sind, die helfen sollen, damit man die Welt besser verstehen und ordnen kann. Oder auch neue Erkenntnisse über die weltlichen Zusammenhänge erhalten kann. Dabei liegt die Betonung auf “weltlich”, da sich Wissenschaften nur auf das beziehen können, was tatsächlich nachvollziehbar und erfahrbar, d.h. empirisch ist. Hierbei fällt mir wiederum auf, dass ich nicht weiß, ob die Mathematik überhaupt erfahrbar ist.
Sie zählt ja zu den ältesten Wissenschaften überhaupt, ist apriori (also vor aller Erfahrung) gültig. “1+1″ ist auch vor meiner Geburt schon “2″ gewesen. Das meine ich jedenfalls so gehört zu haben. Sicherlich wird es hier aber auch schon den ein oder anderen Philosophen geben, der das anzweifelt. Das tolle überhaupt an der Philosophie ist ja, dass man grundsätzlich alles erst einmal anzweifeln kann. Sicherlich gibt es da auch Grenzen: gewisse grundsätzliche Einsichten müssen Menschen teilen, da sie sonst keine Grundlage zu Diskussionen hätten.
Zum Beispiel muss man meiner Meinung nach erst einmal anerkennen, dass etwas existiert; ich hätte schon Probleme damit, wenn mir mein Gegenüber in der Diskussion sagen würde, dass ich gar nicht existiere, er aber wiederum irgend etwas von mir will. Man braucht also Grundlagen, um eine gemeinsame Basis zu haben. Jedenfalls wird in der Wissenschaftstheorie auch die Basis von Wissenschaften überprüft. Ist das denn tragfähig, was in den Labors gemacht wird? Wie zuverlässig sind die und die Ergebnisse? Alles spannende Fragen, wie ich finde.
Kurze Anmerkung am Schluss: ich bin nur Hobby-Philosoph; alle Angaben sind ohne Gewähr und stellen keine wissenschaftlichen Aussagen dar. Für Kritik und Kommentare bin ich immer dankbar;)
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