Professionelle SEO-Beratung – was sollte man beachten?

Bei den Einen ist SEO schon seit langer Zeit vom Aussterben bedroht, die Anderen behaupten, dass die Suchmaschinenoptimierung so wichtig ist wie nie zuvor. Dennoch ist der SEO-Markt nach wie vor am wachsen, und die Anzahl an Anbietern steigt von Tag zu Tag. Und das ist nicht ohne Grund: Denn eine professionelle Suchmaschinenoptimierung ist wichtiger denn je.

Doch was sollte man ggf. bei der Suche nach einem passenden Dienstleister oder SEO-Consultant unbedingt beachten? Ich habe hier 10 Punkte gesammelt, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung sein könnten.

Welche Referenzen gibt es?

Bevor man sich für eine SEO-Agentur oder einen Berater entscheidet, sollte man sich unbedingt ein paar Referenzen zeigen lassen. Zwar werden Anfänger Probleme damit haben, alle technischen Feinheiten zu verstehen, aber es geht hier vor allem um den ersten Eindruck: Arbeitet der Dienstleister transparent, erklärt er die notwendigen Schritte oder wird “geheimtuerisch” gearbeitet?

Eine professionelle SEO-Beratung sollte heutzutage nah am Kunden sein und viel mit ihm kommunizieren. Das muss nicht täglich sein, sollte aber regelmäßig passieren, vielleicht einmal im Monat. Denn dann können besprochene Maßnahmen analysiert werden und erreichte oder auch nicht erreichte Ziele diskutiert werden.

professionelle SEO Agentur München

Eine profesionelle SEO Agentur arbeitet transparent und kundennah. Foto von Unsplash unter der CC0 Lizenz auf pixabay.com

Erste SEO-Analyse: Was ist der “status quo”?

Bevor irgendwelche Maßnahmen getroffen werden, muss erst einmal ein Ist-Zustand definiert werden. Was soll mit einer SEO-Kampagne denn überhaupt erreicht werden? Bessere Rankings, mehr Umsatz, mehr Besucherzahlen, mehr Leads? Es ist sehr wichtig, sowohl für den Kunden als auch für den SEO, das von Anfang an genau festzulegen.

Das setzt aber auch voraus, dass überhaupt gemessen wird oder etwas Messbares da ist. Es erstaunt mich persönlich immer wieder, dass es Unternehmer und Website-Betreiber gibt, die überhaupt keine Ahnung von Webanalyse und Webtracking haben. Es ist absolut essentiell, mit Softwares wie Piwik oder Google Analytics festzuhalten, ob und wieviel Traffic tatsächlich auf der Webpräsenz landet.

Denn das ist ja letztendlich eines der wichtigsten Ziele: Es müssen Besucher gewonnen werden, die im Idealfall Anfragen abschicken oder im Falle eines Webshops einen Kauf tätigen. Sogenannte Micro-Conversions wie die Anmeldung für einen Newsletter oder das “liken” der Facebook-Page etc. sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen.

SEO-Audit

Eng geknüpft an die Definition des “status quo” ist auch ein erstes SEO-Audit. Hierbei werden verschiedenste Parameter überprüft. Es gibt einige SEO-Agenturen wie z.B. SEOroyal aus München, die eine erste SEO-Analyse kostenlos durchführen. Manchmal wird dieses Audit auch als Bestandteil eines ersten Sales-Pitches durchgeführt, um auf markante Schwachstellen aufmerksam zu machen. Diese werden dann nach Abschluss eines Vertrags beseitigt.

Andere Anbieter führen ein SEO-Audit nur gegen eine Gebühr durch, da je nach Umfang einer Website eine solche Analyse recht kompliziert werden kann und schon sehr viele Insights liefert. Die Analyse einer 10-seitigen Website für einen Schlüsseldienst-Anbieter einer Kleinstadt sollte dementsprechend günstiger sein als die Untersuchung eines Online-Shops mit 250000 Produkten.

Keyword-Recherche und Konkurrenzanalyse

Suchmaschinenoptimierung heißt meist, dass Webseiten in Suchmaschinen besser auffindbar gemacht werden zu relevanten Suchwörtern. Es ist hierbei enorm wichtig, dass der Kunde gemeinsam mit dem SEO die wichtigsten sogenannten Keywords ausfindig macht, die für mehr Leads und Sales sorgen können.

Dies ist meist ein Prozess, und nach einer bestimmten Zeit wird häufig erkannt, dass weitere Keyword-Phrasen interessant geworden sind, die anfangs noch nicht so klar waren. Hilfreich ist dabei oftmals ein Blick auf die Konkurrenz, welche in ihren meta titles und auf den Unterseiten bestimmte Keywords platziert hat, die man selbst auch anvisieren könnte oder sogar sollte.

Technische SEO / Onpage-SEO

Wenn ein Vertrag zustande gekommen ist, wird normalerweise mit der Optimierung der Website an sich begonnen. Das heißt, dass dann z.B. die Website-Struktur untersucht wird, die Indexierbarkeit in Google sichergestellt wird, Ladezeit untersucht wird und viele weitere technischen Dinge angepasst werden.

Manche Suchmaschinenoptimierer sprechen hier generell von der “Onpage-SEO”, welche sich auf alle Maßnahmen bezieht, die auf und an der Website selbst durchgeführt werden. Eine feinere Unterscheidung wäre die technische SEO vs. Onpage-SEO. In diesem Fall bezieht sich Erstere vor allem auf die Programmierung der Website, PageSpeed, Crawlbarkeit etc., und Zweitere eher auf den Content samt meta-titles, Überschriften, Bebilderung etc.

Eine der umfangreichsten und dazu frei verfügbaren SEO-Audit-Checklisten ist diese von Annie Cushing, welche schon sehr ins Detail geht, aber durchaus inspiriert.

Content-Strategie

Wenn alle technischen Hemmschuhe beseitigt sind, beginnt spätestens die Implementierung einer auf das Unternehmen abgestimmten Content-Strategie. Gute Inhalte sind wichtiger denn je, weshalb sich viele SEO-Berater mittlerweile als Content-Marketer bezeichnen. Dabei ist gutes Content Marketing im Prinzip einfach nur eine logische Weiterentwicklung von nachhaltiger Suchmaschinenoptimierung.

Wichtige Ansätze stammen in diesem Zusammenhang von Leuten wie Brian Dean (backlinko), welche sich die Top 10 Positionen zu einem bestimmten Keyword anschauen und dann sogenannte “pillar articles” erstellen, welche besser sind als alle Top 10 Ergebnisse zusammen. Meistens sind das dann Unterseiten mit 2000 Wörtern und mehr, grafisch ansprechend aufbereitet und auf den Mehrwert für den Leser ausgerichtet.

Das ist nicht unbedingt immer in jedem Fall so leicht umsetzbar, z.B. wenn es sich beim Kunden um einen Klempner handelt. Doch selbst in dieser Branche lassen sich Themen und Fallbeispiele etc. recherchieren, welche interessant genug sind, um in ansprechenden Artikeln aufbereitet zu werden. Wenn eine SEO-Agentur keine ordentliche Content-Strategie fährt, dann betreibt sie jedenfalls keine moderne Suchmaschinenoptimierung.

Offpage-SEO / Linkaufbau

Selbst heute ist ein guter und nachhaltiger Linkaufbau nicht zu vernachlässigen. Lassen Sie sich dabei nicht von anderen Leuten allzu sehr beirren, welche ausschließlich auf “natürliche” und “organische” Links setzen, die “von alleine kommen”. Das ist rein theoretisch denkbar, dauert allerdings deutlich länger und wäre schade um die möglichen Potenziale.

Ein guter und zielführender Link ist einer, der auch wirklich von einem echten Menschen mit Mehrwert geklickt wird. Daran hat sich nichts geändert, und das wird vermutlich auch in Zukunft noch lange so sein. Es gibt für alle Branchen und Nischen gute Möglichkeiten, um an gute Links zu kommen. Falls Ihre SEO-Agentur das nicht schafft, dann ist sie vermutlich nicht die richtige.

Reporting

Wie oben schon erwähnt sollte ein regelmäßiges Reporting Standard sein. Das ist sowohl wichtig für den Kunden, um über die aktuellen Entwicklungen informiert zu werden, als auch für den Dienstleister, um eigene getroffene Maßnahmen und die Erreichung vorher definierter Ziele überprüfen zu können.

Normalerweise werden entweder bestimmte Keywords über einen bestimmten Zeitraum beobachtet. Das heißt, man verfolgt die Suchmaschinen-Positionen einer Website und versucht dabei besonders attraktive Positionen zu erreichen oder auszubauen. Oder es wird versucht, mehr relevanten Traffic zu generieren und das über Google Analytics oder ähnliche Softwares sichtbar zu machen. Oder bestimmte Umsatzzahlen sollen erreicht werden. Manchmal ist es auch ein Mix verschiedener KPIs. Häufig kommen dann auch SEO Tools zum Einsatz, sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige.

Welche SEO-Tools werden eingesetzt?

Man kann den SEO-Berater auch durchaus darauf ansprechen und ihn fragen, welche Werkzeuge zum Einsatz kommen. In Deutschland sollte jeder seriöse Anbieter mit Sistrix, Xovi oder gar Searchmetrics arbeiten, um die relative Sichtbarkeit von Websites bestimmen zu können. Eine sehr gute kostenlose Software ist z.B. serplab.

Darüberhinaus gibt es auch Backlinkchecker wie z.B. majestic oder auch ahrefs, welche Linkprofile analysieren und Aufschluss über Maßnahmen von erfolgreichen Konkurrenten geben können, was ebenfalls interessant sein kann.

Industrieerfahrung

Abschließend ist evtl. auch von Bedeutung, ob der potenzielle SEO schon Industrieerfahrung hat. Wenn das der Fall ist, dann ist oftmals schon wertvolles Vorwissen vorhanden, das dem Kunden zugute kommt. Das kann die Kenntnis von relevanten Keywords sein oder die Tatsache, dass schon ein Netzwerk vorhanden ist, auf welches zurückgegriffen werden kann.

Es gibt sicherlich noch einige weitere Aspekte, die bei der Suche nach einem professionellen SEO-Berater wichtig sind. Diese aufgeführten Punkte sollten aber auf jeden Fall schon einmal einen guten Anfang darstellen, um den richtigen Partner für mehr Online-Erfolg finden zu können.

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