Geld verdienen mit Affiliate-Marketing

Wer träumt nicht davon? Ein passives Einkommen im Internet, z.B. mithilfe von Affiliate-Programmen. Die Idee, welche dahinter steckt, ist denkbar einfach: man vermittelt Verkäufe, z.B. für einen Online-Shop und verdient bei jedem Verkauf einen bestimmten Prozentsatz mit. Allerdings kann es Jahre dauern, bis man damit wirklich Erfolg hat – so war es jedenfalls bei mir.

Ich hatte vor sieben Jahren einmal ein paar Bücher von Dr. Oliver Pott gekauft, die ich dann auch ein wenig angelesen hatte, bei denen ich allerdings nur einen Bruchteil von dem Geschriebenen verstand. Nachdem ich diese eBooks vor ein paar Monaten wieder aus dem Daten-Nirvana hervorgekramt hatte, bildete ich mir zumindest ein, nun mehr zu verstehen und auch umsetzen zu können.

Mir ist dabei aufgefallen, dass es unheimlich viel zu beachten gilt, wenn man ernsthaft als Affiliate-Marketer Geld verdienen will. An erster Stelle steht der folgende Grundsatz: baue Webseiten, die wirklich weiterhelfen und deren Qualität wirklich überdurchschnittlich ist. Ein Patentrezept dafür gibt es nicht, und nur, wer sich permanent weiterbildet und weiterentwickelt, kann dauerhaft erfolgreich sein.

Das hört sich jetz wieder sehr kryptisch an, aber man kann es nur immer wieder auf´s Neue betonen: wer glaubt, dass man schnell eine Domain registriert und dann nach ein paar Wochen schon ordentlich abkassieren kann, der sollte lieber Lotto spielen gehen, sein Geld verbrennen oder auch gerne gleich einfach mir geben:D

Reich werden mit Affiliate Marketing

Geld verdienen mit Affiliate Marketing. Foto von Michael Mandiberg (mandiberg) unter der CC BY-SA 2.0 Lizenz

Meine Affiliate-Marketing-Tipps

Da es für mich ein wirklich bahnbrechendes Erfolgserlebnis dargestellt hat, als ich meine ersten richtigen Provisionen erhalten habe (und damit meine ich jetzt nicht 1,87 Euro über Amazon oder so, sondern Provisionen, die in den dreistelligen Bereich gehen), möchte ich meine besten Affiliate-Marketing-Tipps präsentieren, damit jeder Interessierte schneller voran kommt auf seinem Weg zum erfolgreichen Affiliate-Marketer:

  • wer ernsthaft Affiliate-Programme bewerben will, der sollte auf andere Werbung verzichten: warum ist das so? Jeder Werbebanner lenkt den Besucher ab bzw. wird ohnehin kaum wahrgenommen. Es gibt Untersuchungen zum User-Verhalten, die bestätigen, dass viele Menschen “werbeblind” sind und selbst die großen 160×600 Pixel Banner einfach ignorieren oder schlimmer noch: einfach mit einem Ad-Blocker ausblenden lassen.

    Wer seine Domain mit Google Adsense vermarkten will, der soll es bitte auch gleich ordentlich machen und auch drei Banner einbauen, um seine CTR auch zu pushen. Auf manchen Domains habe ich sogar eine zweistellige CTR, weil ich Templates erstellt habe, bei denen man faktisch nicht an der Werbung vorbeiklicken kann – was nicht unbedingt im Sinne der User ist, aber dafür ordentlich Kohle einbringt.

    Ich denke mal, dass Google über kurz oder lang diese MFA (“Made for Adsense”) Seiten aus dem Index kegeln wird und dieses Geschäftmodell nicht unbedingt zukunftsträchtig ist; auf der anderen Seite würde sich Google damit irgendwie ins eigene Fleisch schneiden, weil sie ja ordentlich dabei mitverdienen…aber wenn wir jetzt einmal den User in den Vordergrund rücken, dann sollten wir evtl. nicht ganz so aggressiv die Website mit Werbung zumüllen. Ergo: letzten Endes ganz auf Google Adsense verzichten und voll auf Affiliate Programme setzen.

  • Beim Affiliate-Marketing möglichst auf Banner verzichten und lieber Links verwenden. Das scheint nicht gerade offensichtlich zu sein, aber nach einigen Jahren trial & error kann ich persönlich sagen, dass die am besten konvertierende Werbeform der bloße Textlink ist. Warum ist das so? Nun, unsere Leser sind nicht blöd. Das mögen andere anders sehen, aber wer echte Webseiten baut für Leser, die auch gerne vorbeischauen, der kann und will sie auch nicht für dumm verkaufen.

    Wer einen echten Leser dazu bringt, auf einen Affiliate-Link aus Überzeugung zu klicken, in der Erwartung, dass es sich hierbei wirklich um einen guten Link handelt, der gewinnt langfristig. Das bedeutet auch, dass man wirklich nur diese Produkte und Dienstleistungen verlinken sollte, von denen man selbst überzeugt ist.

    Ich habe früher auch allerhand Schrott beworben und bin momentan dabei, diese Altlasten abzubauen – und das ist bei dutzenden von Domains eine langwierige Angelegenheit, aber auf Dauer sicherlich von Erfolg gekrönt. Fazit: auch künftig werde ich meine besten Seiten vorwiegend über reine Textlinks monetarisieren.

  • Die besten Affiliate-Links befinden sich in E-Mails. Und genau deswegen ist es so wichtig, eine permanent wachsende Newsletter-Liste aufzubauen. Zum Einen hat man dadurch den direkten Kontakt zu seinen Lesern, direkt ins E-Mail-Postfach, wo die E-Mails mit den guten Links dann vor sich hin schlummern und nur darauf warten, geklickt zu werden.

    Zum Anderen kann man durch E-Mail-Kampagnen den Prozess auch automatisieren und regelmäßig E-Mails an die Leser (samt Affiliate-Links) verschicken; dabei sollte man es allerdings nicht übertreiben, sondern auch mehrheitlich E-Mails ohne Werbelinks verschicken (Stichwort: unsere Leser sind nicht dumm!). Diese E-Mail-Kampagnen haben auch im Zusammenhang mit dem sogenannten Content-Marketing eine wichtige Bedeutung, worüber ich hier neulich geschrieben habe.

    Natürlich habe ich in Bezug auf gute E-Mail-Marketing-Software einen Tipp parat: ich setze seit einigen Jahren schon auf CleverReach*. Nach vielen Tests habe ich mich für diesen deutschen Anbieter entschlossen (logisch, weil er eben auch deutsche E-Mail-Software anbietet), aber weil ich bei den anderen (z.B. Aweber, Mail Chimp etc.) nicht so gut mit der Verwaltungsoberfläche zurecht gekommen bin.

  • Wer suchet, der findet. In jeder Nische gibt es ein paar Programme, die wirklich gut sind und auch Umsatz bringen. Um diese Programme zu finden, bietet es sich zum Beispiel an, auf Konkurrenz-Seiten einmal nachzuschauen, was dort so beworben wird. Oder aber: man meldet sich zunächst bei einem großen Affiliate-Portal wie Zanox an und schaut, welche Programme passen könnten.

    Manchmal lohnt es es sich auch einfach, mal auf guten Shops zu schauen, ob diese direkt ein Affiliate-Programm anbieten.

Mit Amazon als Affiliate anfangen

Ich persönlich habe mit dem Partnerprogramm von Amazon meine ersten Erfolgserlebnisse als Affiliate gehabt. Der Vorteil bei Amazon ist, dass man natürlich von der starken Marke profitiert und relativ schnell mit den Affiliate-Links Einnahmen generieren kann.

Allerdings erhalten die meisten Partner nur 5% von den Einnahmen, und bei 200 Euro ist das maximale Limit erreicht. Das heißt, dass man bei einem Einkauf maximal 10 Euro erhält – selbst wenn der Warenwert 3000 Euro war. Idealerweise werden auf der Website also ggf. Produkte im Wert von 200 Euro angepriesen, um dann auch stets die maximale Provision von 10 Euro zu erhalten.

Was ich nach einigen Jahren als Affiliat-Marketer mit Sicherheit sagen kann, ist, dass nur derjenige Erfolg hat, der auch permanent die Augen offen hält und sich weiterentwickelt /-bildet. Das geht auch damit einher, andauernd die Usability der Websites zu verbessern, für ein schönes Design zu sorgen und natürlich hervorragende Inhalte zu verfassen. Dass das mit viel Arbeit verbunden ist, versteht sich von selbst.

Doch wenn die ersten Erfolge verbucht wurden, kann man daran anknüpfen und immer besser werden. Das Schöne ist, dass man sehr viele Prozesse automatisieren kann, und wenn erst einmal das System steht, dann läuft die Maschinerie auch wie geschmiert. Doch der Weg dorthin ist steinig…”per asperam ad astra”, wie der Lateiner so schön zu sagen pflegt:D

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11 Responses to Geld verdienen mit Affiliate-Marketing

  1. hscmNo Gravatar 2. November 2013 at 07:27 #

    Gibt es da eine Hausnummer, ab wieviel Besuchern das sich überhaupt lohnt? Vermutlich werden die Netzwerke, wie Zanox, etc. auch nicht jeden Wald und Wiesen Blog nehmen. Ich denke man muss da schon einen gut gepflegten Blog vorweisen können, damit man da überhaupt mitpielen kann.

  2. JohnNo Gravatar 2. November 2013 at 08:47 #

    Hi hscm,

    also bisher ist es mir noch nicht passiert, dass meine Domains (auch mit wenigen Besuchern) abgelehnt wurden. Es kommt auch nicht wirklich auf die Besucherzahlen an – man kann auch mit relativ wenig Besuchern von 5-10 am Tag mehr Umsatz machen als mit ein paar hundert Besuchern am Tag.

    Ein Beispiel: wenn Du z.B. zu “Koi Zierfischfutter kaufen” o.ä. gut rankst und einer von 5 Besuchern ordentlich einkauft, dann kann das mehr bringen als 1000 Besucher auf einen News-Artikel zu locken, der nicht konvertiert.

    Aber einen Vorteil hat man natürlich, wenn man viele Besucher hat: die Zahlen lassen sich zuverlässiger analysieren. Wenn ich jetzt mal ganz konkret auf meine letzten Zahlen zurückblicke: bei zwei Newslettern mit ca. 1000 Empfängern insgesamt sprangen 3 Conversions im Wert von 124$ heraus – ist sicherlich noch ausbaufähig, aber ein Anfang;)

  3. MelvinNo Gravatar 2. November 2013 at 14:34 #

    Hi John,

    sehr schöner Artikel zum Thema Affiliate-Marketing.

    Zum Thema Google Adsense wollte ich noch anmerken, dass man auf jeden Fall “Targeting” zulassen sollte. Viele Google Adwords zertifizierte Marketingleute setzen nämlich bei der Bewerbung im Display-Netzwerk auf “Placement Targeting”.

    Für alle, die nicht wissen, was das ist: Beim Placement-Targeting suchen sich Werbetreibende konkret Placements und Bannerplätze heraus und sind bereit, für die Schaltung Ihrer Anzeigen an diesen Placements mehr Geld auszugeben, da die Werbung schlichtweg zielgruppenorientierter und conversionstärker ist.

    MFA hat aus meiner Sicht immer noch Zukunftspotenzial, sofern die Werbung nutzerfreundlich eingebunden wird und nicht zum Wegklicken animiert.

    Viele Grüße,
    Melvin

  4. JohnNo Gravatar 3. November 2013 at 04:29 #

    Hi Mel,

    danke für die Blumen und die Tipps! Das mit dem Targeting hatte ich schon einmal ausprobiert, aber dann wieder bleiben lassen – ich dachte, dass dies tatsächlich erst Sinn macht, wenn man relativ viel Traffic hat (evtl. ab mehreren hundert Besuchern am Tag); allerdings kann ich mich da auch täuschen.

    Neulich habe ich allerdings auf einer wichtigen Domain Google Adsense wieder rausgenommen, weil ich eben eher auf Newsletter-Abonnenten aus bin und weniger auf Klicks auf die Werbung. Letztlich sind die Einnahmen viel höher bei qualifizierten Abschlüssen (Leads oder gar Sales), und ich denke, dass Werbebanner auf wirklich erfolgreichen Affiliate-Projekten nur wenig zu suchen haben…

  5. JensNo Gravatar 5. November 2013 at 16:37 #

    Ich betreibe selbst Affiliate – Marketing und kann es nur jedem empfehlen. Es ist einfach genial im Schlaf Geld zu verdienen und nein es gibt keine genaue Zahl ab wann es sich lohnt eine Seite aufzuziehen, denn es kommt voll und ganz auf die Nische an.

    lg

  6. JohnNo Gravatar 6. November 2013 at 03:24 #

    Hallo Jens,

    mit welchen Affiliate Programmen verdienst Du denn so Deine Kröten, wenn ich nachfragen darf? Amazon habe ich bei Dir schon entdeckt, aber hast Du es schon einmal mit anderen Kanälen probiert? Würde mich mal interessieren, weil ich in dem Bereich auch noch ein paar Projekte hätte…und ich würde das Potenzial gerne noch etwas mehr ausschöpfen:D

  7. DreamNo Gravatar 6. November 2013 at 18:02 #

    Ein sehr schöner und informativer Artikel zum Thema Affiliate Marketing. Das einzige Punkt wo man sich sehr genau informieren sollte, sind die verschiedenen Konditionen der Affiliate-Netzwerke. Da sollte man schon ganz genau vergleichen

  8. JohnNo Gravatar 7. November 2013 at 04:44 #

    Hallo Dream,

    vielen Dank für die Blumen:D Man sollte sowohl auf die Konditionen achten als auch auf den Rang der jeweiligen Programme innerhalb des Netzwerks. Ich persönlich greife meistens auf die Programme zurück, die sehr beliebt sind – weil sie oftmals zuverlässiger sind als andere. Aber auch bei den “Newbies” ist manchmal etwas Interessantes dabei:D

  9. Affiliate ProfiNo Gravatar 11. Dezember 2013 at 12:07 #

    hscm ein Paar Besucher solltest du schon haben. Es gibt Websites die mit 5000 Besuchern 400€ verdienen und gibt auch Websites die mit 5000 Besucher 1€ verdienen.
    Es hängt stark vom Thema ab und was für Werbungen man macht.

  10. Denis - Geld verdienen im InternetNo Gravatar 17. Februar 2014 at 00:11 #

    Danke! Sehr interessanter Beitrag!

  11. Ferdi - Online Geld verdienenNo Gravatar 8. April 2014 at 21:57 #

    Ich finde deine Artikel sehr gut und hilfreich (im Gegensatz zu vielen anderen die ich gelesen habe).

    Mach bitte weiter so und halte uns auf dem laufenden. Bei mir stagniert die Onlinearbeit weil mir die Motivation fehlt aber so Berichte wie deine helfen der Motivation wieder ein bischen auf die Sprünge

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