Arcade Fire: The Suburbs

Schon lange habe ich mich nicht mehr wie in guten alten Teenager-Zeiten so sehr auf ein Musik-Album gefreut, wie das von Arcade Fire: The Suburbs. Diese Band gehört meiner Meinung nach zu den größten des neuen Jahrtausends, und ich habe nur wenige CDs in meiner Sammlung, die ich mir öfter angehört habe als die von Arcade Fire.

Funeral

Das erste Album rund um Bandsänger, Gitarrist und Gründer von Arcade Fire namens Win Butler war „Funeral“, das mit den Tracks „Crown of Love“, „Rebellion (Lies)“ oder „Haiti“ gleich drei Songs auf einer Platte vereinigt, die ich zu meinen persönlichen Top 50 zählen würde. Das hört sich jetzt gar nicht so großartig berauschend an; doch bei einer Sammlung von über 1000 Alben mit ca. 10 000 Songs ist das schon ganz ordentlich.

Dabei sind mit Neighbourhood 1-4 gleich vier weitere Songs auf „Funeral“, die man bedenkenlos stundenlang auf Repeat hören kann, ohne dass es irgendwann eintönig wird. Es gibt übrigens tolle live-Aufnahmen vieler dieser Titel, die man u.a. auf Youtube finden und natürlich auch anhören kann. Hier eine Version von „Rebellion (Lies)“:

Arcade Fire: Rebellion (Lies)

Diese Aufnahme stammt von einem Konzert in Paris 2007, wovon es übrigens auch ein Album gibt: „Live at the Olympia, Paris„, was mich wirklich immer wieder auf´s Neue begeistert und mir Gänsehaut bereitet; einmal durfte ich Arcade Fire auf dem Southside Festival live miterleben – das Live-Album erinnert mich stark an dieses Konzert, was mich nachhaltig geprägt hat.

Neon Bible

Das zweite „reguläre“ Studioalbum müsste Neon Bible gewesen sein, wofür sich die Musiker von Arcade Fire angeblich in eine Kirche zurück gezogen haben sollen, welche in ein riesiges Studio umgewandelt wurde; so hört sich der Sound dann auch wahrhaftig an: wie in einem großen Gotteshaus aufgenommen, mit vielen religösen Bezügen.

Doch die Songs des zweiten Albums „funktionieren“ auch in vergleichbar winzigen Räumen, wie dieses witzige Video zeigt, das in einem Fahrstuhl aufgenommen wurde:

Arcade Fire: Neon Bible

Was alle Stücke von dieser großartigen Band gemeinsam haben: das virtuose Zusammenspiel verschiedenster Künstler mit Gitarre, Violine, Piano, Akkordeon, Schlagzeug und einigen Instrumenten mehr macht sie einzigartig und zu einer „echten“ Indie-Band, die sich nicht einfach in eine Schublade stecken lässt; dabei packe ich sie dann aber immer noch in die Kategorie „Indie-Rock“, was wahrscheinlich nur eine persönliche Vorliebe meinerseits darstellt.

The Suburbs

Nun kommt also am 02. August 2010 endlich das langersehnte dritte Album heraus mit dem Titel „The Suburbs“. Arcade Fire wird damit sicher noch viele weitere Millionen Fans dazu gewinnen; dieses Mal ist der Albentitel nicht ganz so biblisch ausgefallen, was mir persönlich aber ganz recht ist;)

Arcade Fire: The Suburbs live

Für alle Fans, die sich Arcade Fire: The Suburbs auch live in Deutschland anhören wollen, gibt es übrigens dieses Jahr noch ein paar Konzerte, u.a. am 28.11.2010 hier im Zenith, Lilienthalallee 29 hier in München Fröttmaning. Heute lagen die Ticketpreise noch bei 35 Euro, was ich durchaus fair finde. Ich freue mich jedenfalls wie ein kleines Kind auf „The Suburbs“. Viel Spaß mit dem dritten Streich von Arcade Fire;)



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4 Responses to Arcade Fire: The Suburbs

  1. darkiNo Gravatar 19. Juli 2010 at 09:34 #

    Hört sich wirklich gut an. Danke für den Tipp 🙂

    MfG
    darki

  2. gentle.rockerNo Gravatar 25. Juli 2010 at 01:19 #

    Hi darki,

    gerne geschehen. Arcade Fire liegt mir wirklich am Herzen, weil ich die Band nun schon seit Jahren gerne höre und es nicht müde werde. Momentan überlege ich mir sowieso, wieder etwas mehr über Musik zu schreiben um meinem Namen etwas gerechter zu werden;)

  3. SteffiNo Gravatar 5. August 2010 at 19:26 #

    Ein wirklich großartiges Album. Ich habe es mir heute gekauft und höre es gerade zum dritten Mal hintereinander…
    schade, dass sie nicht im Norden spielen…

  4. gentle.rockerNo Gravatar 6. August 2010 at 00:45 #

    Hi Steffi,

    aber für Arcade Fire kann man doch auch mal eine kleine Reise unternehmen;) Ein verlängertes Wochenende in München wäre doch nicht verkehrt; selbst die Suburbs würden noch etwas hergeben;)

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